Elterngeldrechner

Die Zeit nach der Geburt eines Kindes ist voller Vorfreude, bringt aber auch finanzielle Fragen mit sich. Mit unserem Elterngeldrechner kannst du schnell und einfach ermitteln, wie viel staatliche Unterstützung dir zusteht. Gib dein Einkommen und die geplante Bezugsdauer ein, um dein Elterngeld zu kalkulieren. Nutze jetzt direkt unser Tool, um dir einen Überblick über deine finanzielle Planung in der Elternzeit zu verschaffen und keine Fristen zu verpassen!

Elterngeldrechner

Berechne dein voraussichtliches Basiselterngeld oder ElterngeldPlus inklusive Geschwisterbonus, Mehrlingszuschlag und Einkommensgrenze.

1 Angaben eingeben

Grob dein durchschnittliches monatliches Netto.
Falls du während des Bezugs arbeitest.
Für die Einkommensgrenze.
Z. B. Kind unter 3 oder zwei Kinder unter 6.
Was wird hier berechnet?
Der Rechner liefert eine grobe Orientierung. Die echte Elterngeldstelle rechnet mit dem sogenannten Elterngeld-Netto, nicht immer exakt mit deinem normalen Gehalts-Netto.
Was ist ElterngeldPlus?
ElterngeldPlus ist meist halb so hoch wie Basiselterngeld, kann dafür aber länger bezogen werden. Besonders interessant ist es, wenn du nach der Geburt in Teilzeit arbeitest.

2 Ergebnis

Voraussichtliches Elterngeld pro Monat
Gib deine Werte ein und starte die Berechnung.
Gesamtbetrag
Ersatzrate
Grundbetrag
Geschwisterbonus
Mehrlingszuschlag
Bezugsmonate
Hinweis: Das Ergebnis ist eine vereinfachte Schätzung und ersetzt keine offizielle Berechnung.

Wie wird das Elterngeld berechnet?

Das Elterngeld orientiert sich an deinem Nettoeinkommen vor der Geburt. Grundsätzlich erhältst du als Basiselterngeld zwischen 65 und 100 Prozent deines durchschnittlichen Nettoeinkommens der letzten zwölf Monate vor dem Mutterschutz. Der Gesetzgeber sieht hierbei vor, dass Geringverdiener einen höheren Prozentsatz erhalten als Gutverdiener. Das Elterngeld liegt dabei in jedem Fall zwischen einem Mindestbetrag von 300 Euro und einem Höchstbetrag von 1.800 Euro pro Monat.

Bei der Berechnung wird das Einkommen herangezogen, das du im Bemessungszeitraum erzielt hast. Dies sind in der Regel die zwölf Monate vor dem Monat, in dem die Mutterschutzfrist beginnt oder bei Vätern ohne Mutterschutz vor dem Monat des Geburtsmonats. Steuerklassenwechsel im Bemessungszeitraum können sich dabei positiv oder negativ auswirken, weshalb eine frühzeitige Planung und Kalkulation mit unserem Rechner so wertvoll ist.

Die wichtigsten Varianten des Elterngeldes

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Elterngeld zu beziehen, die du je nach Lebenssituation kombinieren kannst:

  • Basiselterngeld: Dies ist die klassische Form, die du für maximal 12 Lebensmonate beziehen kannst (bzw. 14 Monate, wenn beide Elternteile Teile der Zeit übernehmen).
  • ElterngeldPlus: Hierbei wird das Elterngeld über einen längeren Zeitraum gezahlt, wenn du während der Elternzeit in Teilzeit arbeitest. Es ist besonders attraktiv für Eltern, die früher in den Beruf zurückkehren möchten.
  • Partnerschaftsbonus: Wenn beide Elternteile gleichzeitig für zwei bis vier Monate zwischen 24 und 32 Stunden pro Woche arbeiten, gibt es zusätzliche Partnermonate.

ElterngeldPlus und Teilzeit

Das ElterngeldPlus ist eine großartige Option für Eltern, die finanziell flexibel bleiben und dennoch den beruflichen Anschluss halten möchten. Während beim Basiselterngeld die monatliche Auszahlung wegfällt, wenn du arbeitest, darfst du beim ElterngeldPlus so viel arbeiten, wie du möchtest, ohne den Anspruch komplett zu verlieren. Die staatliche Unterstützung ist zwar niedriger, wird aber über einen doppelt so langen Zeitraum gezahlt.

Die folgende Tabelle zeigt dir den groben Vergleich der Leistungsarten:

Leistungsart Bezugsdauer Besonderheit
Basiselterngeld 12 bis 14 Monate Hoher monatlicher Betrag, kein Zuverdienst
ElterngeldPlus 24 bis 28 Monate Niedrigerer Betrag, ideal bei Teilzeitarbeit
Partnerschaftsbonus Zusätzlich 2 bis 4 Monate Beide Elternteile arbeiten gleichzeitig Teilzeit

Einfluss von Steuerklassen

Ein oft genutzter Tipp zur Erhöhung des Elterngeldes ist der Wechsel der Steuerklasse. Wenn du planst, schwanger zu werden oder die Familienplanung konkret wird, kann sich ein Wechsel in die Steuerklasse III für den Partner mit dem höheren Einkommen lohnen. Dadurch steigt das monatliche Nettoeinkommen im Bemessungszeitraum, was wiederum die Basis für die Berechnung deines Elterngeldes erhöht. Wichtig ist jedoch, dass der Wechsel rechtzeitig, also mindestens sieben Monate vor Beginn des Mutterschutzes, vollzogen wurde.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie lange kann ich das Elterngeld beziehen?

Ein Elternteil kann maximal zwölf Monatsbeträge Basiselterngeld erhalten. Wenn beide Elternteile die Betreuung übernehmen und mindestens zwei Monate weniger Erwerbseinkommen haben, verlängert sich der Anspruch auf insgesamt 14 Monate. Die Monate können frei zwischen den Eltern aufgeteilt werden, wobei ein Elternteil mindestens zwei und höchstens zwölf Monate für sich beanspruchen kann.

Was passiert, wenn ich vor der Geburt in Teilzeit war?

Bei der Berechnung wird der Durchschnitt deines Nettoeinkommens der letzten zwölf Monate vor dem Mutterschutz zugrunde gelegt. Wenn du bereits in Teilzeit gearbeitet hast, sinkt entsprechend dein durchschnittliches Nettoeinkommen und damit auch die Basis für die Berechnung des Elterngeldes. Deshalb wird bei der Berechnung der Bemessungszeitraum um Monate verkürzt, in denen du aufgrund von Schwangerschaftsbeschwerden oder bereits reduzierter Arbeitszeit ein geringeres Einkommen hattest.

Gilt der Höchstbetrag von 1.800 Euro für jeden?

Nein, der Höchstbetrag von 1.800 Euro beim Basiselterngeld ist an ein entsprechend hohes Nettoeinkommen gebunden. Um diesen Betrag zu erhalten, musst du ein bereinigtes monatliches Nettoeinkommen von etwa 2.770 Euro oder mehr erzielt haben. Liegst du darunter, wird dein Elterngeld anteilig berechnet.

Muss ich Elterngeld versteuern?

Das Elterngeld selbst ist steuerfrei. Allerdings unterliegt es dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, dass das Elterngeld bei der Berechnung deines persönlichen Steuersatzes für dein übriges zu versteuerndes Einkommen mit eingerechnet wird. Dies kann dazu führen, dass dein Steuersatz auf dein restliches Einkommen leicht ansteigt. Es ist daher ratsam, für die Steuererklärung im Folgejahr eine kleine Rücklage zu bilden.

Kann ich die Bezugsmonate nachträglich ändern?

Nachdem du deinen Antrag bei der Elterngeldstelle gestellt und den Bescheid erhalten hast, sind Änderungen nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Der Gesetzgeber erlaubt eine Änderung der Bezugsmonate meist nur in unvorhersehbaren Härtefällen. Prüfe daher vor der Antragstellung sehr genau, welches Modell für dich am sinnvollsten ist und in welchen Monaten du Basiselterngeld oder ElterngeldPlus beziehen möchtest.

Quellenangaben

Bewertungen: 4.9 / 5. 489