Notarkostenrechner

Wenn du eine Immobilie kaufst, ein Testament aufsetzt oder eine Gesellschaft gründest, ist ein Notar meist unumgänglich. Doch die Kosten können schnell unübersichtlich werden. Mit unserem Notarkostenrechner verschaffst du dir sofort Klarheit über die anfallenden Gebühren. Gib einfach den Geschäftswert oder den Kaufpreis ein und erfahre in Sekundenschnelle, mit welchen Ausgaben du rechnen musst. Plane dein Budget jetzt sicher und präzise mit unserem kostenlosen Online-Tool.

Immobilie, Kaufvertrag & Grundbuch
Kaufnebenkosten klar und modern einschätzen

Berechne eine realistische Orientierung für Notar, Grundbuch und optionale Zusatzleistungen beim Immobilienkauf.

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Orientierungswert: Notar- und Grundbuchkosten liegen oft grob bei 1,5–2,0 %.
Falls eine Grundschuld eingetragen wird, entstehen dafür zusätzliche Kosten.
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Tipp: Plane diese Kosten zusätzlich zum Eigenkapital ein.
Hinweis: Die Berechnung ist eine Orientierung und ersetzt keine verbindliche Kostenrechnung.
Berücksichtigt werden typische Kostenblöcke rund um Kaufvertrag, Beurkundung, Abwicklung, Grundbucheintragung und optional die Eintragung einer Grundschuld. Je nach Einzelfall können Gebühren abweichen.

Wie sich Notarkosten zusammensetzen

Die Kosten für notarielle Tätigkeiten sind in Deutschland kein Zufallsprodukt. Sie sind im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) streng geregelt. Das bedeutet für dich: Jeder Notar ist gesetzlich verpflichtet, exakt dieselben Gebühren für dieselbe Dienstleistung zu erheben. Rabatte oder individuelle Preisverhandlungen sind rechtlich nicht möglich. Diese Transparenz schützt dich vor willkürlichen Preisgestaltungen.

Die Gebührenstruktur basiert primär auf dem sogenannten Geschäftswert. Bei einem Immobilienkauf ist dies beispielsweise der Kaufpreis. Je höher dieser Wert ist, desto höher ist die Gebühr. Allerdings handelt es sich um eine degressive Staffelung: Mit steigendem Geschäftswert sinkt der prozentuale Gebührensatz. Neben der reinen Gebühr für die Beurkundung kommen häufig Auslagen für Portokosten, Kopien oder elektronische Beglaubigungen sowie die gesetzliche Umsatzsteuer hinzu.

Typische Anwendungsbereiche für den Notarkostenrechner

Die Aufgaben eines Notars sind vielfältig. Damit du weißt, wann unser Rechner besonders hilfreich ist, findest du hier die häufigsten Einsatzgebiete:

Immobilienkauf und -verkauf

Beim Erwerb einer Eigentumswohnung oder eines Hauses fällt der größte Teil der Notarkosten an. Der Notar entwirft den Kaufvertrag, sorgt für die Eigentumsumschreibung im Grundbuch und überwacht die Kaufpreiszahlung. Die Gebühren hierfür orientieren sich direkt am Kaufpreis der Immobilie.

Testamente und Erbverträge

Wenn du deinen Nachlass regeln möchtest, bietet eine notarielle Beurkundung hohe Sicherheit. Der Notar berät dich und stellt sicher, dass dein letzter Wille rechtssicher formuliert ist. Die Kosten richten sich hier nach deinem Reinvermögen zum Zeitpunkt der Beurkundung.

Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen

Vorsorge ist wichtig. Eine notariell beurkundete Vollmacht bietet die Gewissheit, dass sie im Ernstfall von Banken und Behörden uneingeschränkt anerkannt wird. Hier sind die Gebühren im Vergleich zu Immobilien meist deutlich niedriger und hängen vom Vermögen des Vollmachtgebers ab.

Unternehmensgründungen

Bei der Gründung einer GmbH oder UG ist eine notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrags zwingend erforderlich. Auch Änderungen am Vertrag oder der Verkauf von Geschäftsanteilen müssen beurkundet werden. Unser Rechner hilft dir dabei, die Gründungskosten im Businessplan korrekt zu kalkulieren.

Die wichtigsten Bestandteile der Notarkostenrechnung

Wenn du die Rechnung deines Notars erhältst, wirst du verschiedene Posten finden. Um diese besser zu verstehen, ist ein Blick auf die Zusammensetzung sinnvoll:

  • Beurkundungsgebühr: Die Hauptgebühr für die Erstellung und Unterzeichnung der Urkunde.
  • Vollzugsgebühr: Gebühr für die Abwicklung, zum Beispiel die Einholung von Genehmigungen oder die Löschung von Grundschulden.
  • Betreuungsgebühr: Diese fällt an, wenn der Notar treuhänderisch tätig wird, etwa bei der Kaufpreisabwicklung.
  • Auslagen: Hierunter fallen Fahrtkosten, Kopien, Dokumentenversand und Kosten für elektronische Abrufe aus dem Handels- oder Grundbuch.
  • Umsatzsteuer: Auf alle notariellen Leistungen und Auslagen wird die gesetzliche Mehrwertsteuer von aktuell 19 Prozent erhoben.

FAQ – Häufige Fragen zu den Notarkosten

Warum sind Notarkosten bei jedem Notar gleich?

Notare sind Träger eines öffentlichen Amtes und unterliegen daher dem GNotKG. Dieses Gesetz legt die Gebührensätze bundesweit einheitlich fest. Der Gesetzgeber möchte damit sicherstellen, dass Notare unabhängig und neutral agieren können, ohne durch Preisdruck beeinflusst zu werden.

Kann man Notarkosten steuerlich absetzen?

Notarkosten können steuerlich abgesetzt werden, sofern sie im Rahmen einer Einkunftserzielungsabsicht anfallen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn du eine vermietete Immobilie kaufst oder eine Gesellschaft gründest. Private Notarkosten, etwa für ein Testament, sind meist nicht als Werbungskosten oder Betriebsausgaben abziehbar.

Was passiert, wenn der Kaufvertrag platzt?

Wenn ein Vertrag nach der Beurkundung nicht durchgeführt wird, entstehen dennoch Gebühren für den Notar. Der Notar hat seine Leistung durch das Erstellen und Beurkunden des Entwurfs erbracht. Die Höhe der Gebühr hängt in diesem Fall davon ab, wie weit das Verfahren fortgeschritten war.

Gibt es Möglichkeiten, Notarkosten zu sparen?

Da die Gebührensätze gesetzlich fixiert sind, gibt es keinen Spielraum für Verhandlungen. Sparen kannst du lediglich indirekt, indem du beispielsweise auf unnötige Ausfertigungen verzichtest oder den Notar nur mit den zwingend notwendigen Schritten beauftragst. Eine fachliche Beratung, die über das Standardmaß hinausgeht, lässt sich jedoch nicht einfach reduzieren, ohne die Rechtssicherheit zu gefährden.

Wie genau ist der Notarkostenrechner?

Unser Rechner basiert auf den aktuellen Tabellen des GNotKG. Er bietet dir eine sehr genaue Orientierung. Dennoch können in komplexen Einzelfällen zusätzliche Gebührentatbestände oder höhere Auslagen entstehen, die ein standardisierter Rechner nicht in jedem Detail abbilden kann. Betrachte das Ergebnis daher als zuverlässige Kostenschätzung.

Quellenangaben

Gesetz über Kosten der freiwilligen Gerichtsbarkeit für Gerichte und Notare (GNotKG)
https://www.gesetze-im-internet.de/gnotkg/

Bundesnotarkammer – Aufgaben und Kosten
https://www.notar.de/

Informationen des Bundesministeriums der Justiz zu Notarkosten
https://www.bmj.de/

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